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ICC 2019: Impulse für Innovationen / Interview mit Dr. Elmar Witten

20.05.2019
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Von den Material-Anforderungen in der „New Mobility“ und im Bausektor über die Fortschritte in der Serienfertigung von Composites-Bauteilen bis zu neuen Märkten: Die International Composites Conference 2019 in Stuttgart trägt frische Impulse für Innovationen in den Markt. Vom 10. bis 12. September bringt das Branchentreffen Verarbeiter und Anwender von faserverstärkten Kunststoffen aus ganz Europa zusammen. Welchen Trends die ICC in diesem Jahr nachgeht, verrät Dr. Elmar Witten, Sprecher der Geschäftsführung der Wirtschaftsvereinigung Composites Germany.

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Herr Dr. Witten, welche Themen beschäftigen die Composites-Industrie derzeit am meisten?

Im internationalen Wettbewerb sind für die Composites-Industrie in Hochlohnländern besonders Lösungen mit hoher Automatisierung wichtig. Daran arbeitet die gesamte Branche. Im Mobilitätssektor sind zudem die Kostensenkung eines Bauteiles, aber auch die Reduzierung von einzelnen Elementen in einem finalen Produkt wichtige Ziele der Hersteller. Hier liefert die Composites-Industrie wesentliche Impulse. Generell bleibt das Thema Leichtbau ein „Treiber“ für viele Entwicklungen im Composites-Sektor.

Welche Themen werden Sie auf der Konferenz besonders hervorheben?

Ein Zukunftsthema sind Multimaterial-Lösungen, das werden wir auch im Konferenzprogramm deutlich machen. Im Baubereich werden wir uns mit dem steigenden Einsatz von Carbonbeton beschäftigen. Bei den Prozess-Technologien werden wir die Verarbeitung von thermoplastischen Materialien zur Serienfertigung und stabile Prozesse bei der Duroplastverarbeitung in den Mittelpunkt rücken. Und natürlich werden auch nachhaltige Biocomposites-Lösungen im Fokus stehen. 

Welche Bedeutung hat das Themen Nachhaltigkeit für die Branche?

Composites sind längst unverzichtbarer Bestandteil in nachhaltigen Technologien – z.B. bei der Gewinnung regenerativen Energiegen wie der Windenergie oder bei der Gewichtsreduzierung von Fahrzeugen. Durch ihre lange Nutzungsdauer in vielen Anwendungen leisten sie ebenfalls einen großen Beitrag zur Ressourcenschonung. Dennoch muss sich auch die Composites-Industrie selbst dem Thema stellen – z.B. beim Recycling der Materialien. Darum werden die in der Konferenz auch einen Blick auf die Nachhaltigkeits-Aspekte werfen.

Als Partnerland der Konferenz ist in diesem Jahr Großbritannien. Wie kam es dazu?

Gerade in der aktuellen Diskussion rund um den Brexit ist es uns wichtig, den Austausch zwischen dem Vereinten Königreich und den anderen europäischen Ländern zu unterstützen. Schließlich zählt das Land zu den größten Herstellern von Composites-Bauteilen in Europa – mit vielen interessanten Firmen, die mit innovativen Produkten auf dem Markt sind.

Gibt es Vorträge, auf die Sie persönlich selbst gespannt sind?

Ich freue mich natürlich auf alle Vorträge, besonders aber auf die Keynote vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zu Verkehrskonzepten der Zukunft und auf den Vortrag des Anwenders KONE zu Composites-Materiallösungen für Aufzüge in den höchsten Gebäuden der Welt.

Abgesehen von den Themen - warum sollte man die ICC 2019 besuchen?

Die Konferenz rückt in diesem Jahr enger mit der COMPOSITES EUROPE zusammen. Beide finden erstmals gleichzeitig statt. Außerdem haben wir die Themen eng auf einander abgestimmt, sodass sich die Kongress-Themen auf der Messe wiederspiegeln, z.B. durch abgestimmte Messerundgänge und praktische Vorführungen in den Messehallen. Das sehe ich als einen echten Mehrwehrt für die Teilnehmer. Und schließlich ist die Konferenz auch eine Kontaktbörse. Innerhalb der Branche gibt es einen hohen Vernetzungsgrad der einzelnen Akteure. Die Konferenz ist also der richtige Ort, dieses Netzwerk für sich zu nutzen.

     

www.composites-conference.com

     


   

International Composites Conference (ICC) und COMPOSITES EUROPE rücken dichter zusammen

Die COMPOSITES EUROPE und die Wirtschaftsvereinigung Composites Germany arbeiten künftig noch enger zusammen und werden die International Composites Conference (ICC) ab 2019 gemeinsam veranstalten. Die Konferenz-Struktur wird deutlich überarbeitet, die bisherige Trennung von Messe- und Vortragsveranstaltungen wird aufgehoben. Bislang fand die ICC, organisiert von der AVK – Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe e.V., als Auftaktveranstaltung der COMPOSITES EUROPE statt. Ab diesem Jahr finden Messe und Konferenz vom 10. bis 12. September in Stuttgart zeitgleich statt.

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