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Erstpräsentation des Ultraleichtbau-Sitzes

02.05.2019
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Im „Lightweight Technologies Forum“ im Rahmen der COMPOSITES EUROPE 2018 wurde er bereits erstmals als virtueller Prototyp vorgestellt. Nun ist der innovative, nur 10 kg wiegende Ultraleichtbausitz offiziell der Öffentlichkeit präsentiert worden – im Rahmen des Symposiums „Step-Change im Leichtbau“ in Kasel bei Trier.

Der Leichtbau und dessen anwendungsnahe Einsatzgebiete in Luft- und Raumfahrt, Automobil- und Sportartikelindustrie standen im Mittelpunkt des Symposiums „Step-Change im Leichtbau“, das am 21. März in Kasel bei Trier stattfand. Im Mittelpunkt des von der Automotive Management Cunsulting (AMC) veranstalteten Symposiums standen bionisch inspirierte Leichtbau-Prinzipien und hochentwickelte additive Fertigungsverfahren.

Glanzvoller Höhepunkt der Veranstaltung war die Präsentation eines innovativen Ultraleichtbausitzes, der weniger als 10 kg wiegt. Das innovative Verbundprojekt von insgesamt sieben hoch spezialisierten Unternehmen aus Deutschland und Österreich zeigt, wie wirksamer Leichtbau zukünftig aussehen kann und wird.

Für den größten Teil der Gewichtseinsparung ist ein von AMC konzipiertes innovatives Wickelverfahren für Faserverbundbauteile verantwortlich, dessen Stärken das Unternehmen CSI Entwicklungstechnik in der Konstruktion der Sitzstruktur optimal ausnutzte. Dieser xFK in 3D-Prozess nutzt eine mit Harz imprägnierte Endlosfaser, aus dem Bauteile belastungsgerecht gewickelt und abfallfrei hergestellt werden. Infrage kommt das Sitzkonzept für so genannte Hypercars, Sportwagen oder künftige Lufttaxis.

Technische Machbarkeitsstudie als Gemeinschaftsprojekt

Entwickelt wurde die Machbarkeitsstudie des Leichtbausitzes in nur sieben Monaten als gemeinsames Projekt der Initiatoren CSI Entwicklungstechnik, Alba Tooling & Engineering sowie der AMC in Kooperation mit vier weiteren Partnern. Bei der Entwicklung waren dabei nicht nur modernste Technologien, sondern auch schnellere Arbeitsformen gefragt. Am Ende steht ein Hardware-Prototyp für das Interieur der Zukunft.

Neben der Enthüllung des Leichtbausitzes diskutierten mehr als 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland, Österreich, Luxemburg, Frankreich und Italien zwischen Expertenvorträgen die neuen Leichtbau-Trends und Schlüsselfunktionen des Leichtbaus.

Mit Prof. Dr.-Ing. Prof. h.c. Jörg Wellnitz von der TH Ingolstadt, AIRBUS Innovations-Manager Peter Pirklbauer, Prof. Dr.-Ing. Markus Milwich vom DITF, Stefan Herrmann von csi entwicklungstechnik, Prof. Dr.-Ing. Hartmut Zoppke von der Hochschule Trier, Michael Janz von Alba tooling & engineering, Olaf Freier vom Messeveranstalter Reed Exhibitions, AUTOMOBIL INDUSTRIE-Chefredakteur Claus-Peter Köth und nicht zuletzt mit dem Ultradistanz-Fahrrad-Weltmeister Pierre Bischoff war das Leichtbau Symposium einzigartig besetzt.

Auf einer Ausstellungsfläche zeigten die beteiligten Unternehmen ihre innovativen Entwicklungen. CSI Entwicklungstechnik präsentierte hier seinen „Caddy“ als Kunstwerk des 3-D-Drucks, Alba Tooling & Engineering verschiedene Exponate aus dem Bereich hochwertiger Kunststoffbauteile, Vliese und Schäume, 3D-Core ultraleichte Platten aus der Formenbautechnik, Gradel verschiedenste xFK in 3DKomponenten und Lasso die entsprechende Auslegungsmethodik sowie die Hochschule Trier unterschiedliche Naturfaser-Applikationen aus ihrer Forschungs- und Entwicklungstätigkeit.

     

Weitere Informationen zum Symposium und zum Ultraleichtbausitz lesen Sie im Beitrag der „Automobil Industrie“ / automobil-industrie.de: Symposium: „Step-Change im Leichtbau“

Einen Rückblick mit Bildern der Veranstaltung finden Sie zudem hier [PDF / 2,4 mb]

     


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